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Ich arbeite bevorzugt mit Konzentration allein im Atelier. Ausgehend von einer Ideenskizze entwickle ich teils assoziativ, teils gesteuert von meinem Sinn für Komposition meine Werke. Inspiration finde ich in alltäglichen Phänomenen oder besonderen Ereignissen. Ich suche nicht nur nach Schönheit und Gleichgewicht in der Statik, sondern erforsche die Spannungen, Brüche und Widerstände des Lebens – bestimmte Konflikte, Wendungen oder Erfahrungen, die ich auf der Leinwand ausarbeiten möchte.
Meine Techniken und Materialien sind vielfältig, doch meist verwende ich Acryl, Pinsel, Rakel und Abklebungen. Nur Acrylfarbe erzeugt die Farbintensität, die ich anstrebe. Darüber hinaus bevorzuge große Formate und arbeite recht nah an der Leinwand. Das erlaubt mir ein immersives Arbeiten – ich werde fast von der Malerei eingesogen und kann der Wirkung unmittelbar nachspüren.
Immer begleitet Musik, von Jazz bis Klassik, meinen Arbeitsprozess als unverzichtbarer Soundtrack. Die Ideen der künstlerischer Freiheit und Improvisation im Jazz inspirieren mich. Meine Bilder sind dabei keine direkten Übersetzungen musikalischer Strukturen. Die Musik schafft einen Raum, in dem sich malerische Komposition und Improvisation entfalten können.
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Meine südamerikanischen Wurzeln und Berlin als Lebensmittelpunkt bilden den Hintergrund meiner künstlerischen Arbeit. Ich bewege mich zwischen verschiedenen künstlerischen Traditionen: dem brasilianischen Modernismo und seinem Prinzip der produktiven Hybridität, der Farbdynamik von Sonia und Robert Delaunay und der geometrischen Strenge Sergej Poliakoffs. Im Dialog mit diesen Referenzen entwickle ich eine eigenständige visuelle Sprache, die weniger geografische Herkunft illustriert als vielmehr produktive Spannungen zwischen unterschiedlichen malerischen Strategien auslotet.
Fast alle Bilder entstehen in längeren Zeiträume. Ich arbeite parallel an mehreren Werken und unterbreche bewusst, um später mit frischem Blick zurückzukehren. Wann eine Arbeit fertig ist, erkenne ich intuitiv. Mein Ziel ist es, eine Brücke zu anderen Menschen zu schaffen – wenn meine Bilder ein Gespräch auslösen, habe ich das erreicht.